Wenn dein Pferd anders ist
Ein Navigationssystem zwischen Wohlbefinden und Schmerz
Orientierung
Strukturierte Beobachtung
Klarheit
Das Buch „Wenn dein Pferd anders ist“ bietet dir einen fundierten Orientierungsrahmen. Es unterstützt dich dabei auf Grundlage wissenschaftlich abgesicherter Erkenntnisse Beobachtungen zu sammeln und sachlich einzuordnen, Kontexte und Verläufe mitzudenken und ggf. Unsicherheiten oder Unklarheiten zu regulieren.
Nicht jede Wahrnehmung verlangt eine sofortige Handlung – das ist einerseits entlastend. Gleichzeitig dürfen die überwiegend stillen Signale und Hinweise auf Unwohlsein oder Schmerz nicht übersehen werden.
Im Buch geht es um:
„Wie erkenne ich, was anders ist?“
„Ist mein Handeln und Trainieren noch gesunderhaltend oder gesundheitsfördernd?“
„Handelt es sich um Schmerzhinweise?“
"Wann muss ich handeln?"
„Was zeigt mir mein Pferd?“

Reitsport und Gesellschaft sind stark geprägt von Leistungsdenken, Defizitlogik, Maßnahmenorientierung oder moralischer Verkürzung („richtig/falsch“).
Ein Denkmodell, wie "Wenn dein Pferd anders ist",
liefert hier ein fachlich-evidenzbasiertes Modell zur strukturierten Beobachtung und Einordnung als Voraussetzung für pferdegrechtes Handeln.
-
Komplexität strukturieren
-
Unterschiede sichtbar machen
-
Entscheidungsräume öffnen
Es geht um einen evidenzbasierten und gleichzeitig beziehungsorientierten Zugang zum Pferd.
Dieser trägt sich durch alle Kapitel:
-
Five Domains-Modell
-
3-Ebenen-Check: Gesichtsausdruck (Horse Grimace Scale), Verhalten und Bewegung
-
Stopp-Regeln
-
Equine Behaviour Assessment and Research Questionnaire (E-BARQ)
-
Ridden Horse Pain Ethogramm
-
Beobachtungsbogen für muskelsensible Pferde (auch bei PSSM2, MFM, MIM)
-
weitere Checklisten
Strukturierte Beobachtung und Klarheit
auf Grundlage
wissenschaftlich abgesicherter Erkenntnisse.
-
kritisch-analytisch,
-
erkenntnistheoretisch
-
reflektierte Herangehensweise
Ein Gegenpol zu Beschwichtigungs- und Bagatellisierungsnarrativen und verschobenen Referenznormen (Pauly, 1995; Alleway et al., 2023), die im Reitsport leider immer noch weit verbreitet sind!
Ein Wissensverständnis, das Überinterpretation, welche über die tatsächlichen Daten und Aussagen von Studien hinausgeht, vermeidet!
Alleway, H. K., Klein, E. S., Cameron, L., Douglass, K., Govia, I., Guell, C., Lim, M., Robin, L., & Thurstan, R. H. (2023). The shifting baseline syndrome as a connective concept for more informed and just responses to global environmental change. People and Nature, 5(3), 885–896. https://doi.org/10.1002/pan3.10473.
Pauly, D. (1995). Anecdotes and the shifting baseline syndrome of fisheries. Trends in Ecology & Evolution, 10(10), 430. https://doi.org/10.1016/S0169-5347(00)89171-5.
Der klassische Automatismus
In vielen Bereichen, auch im Pferdebereich, läuft innerlich diese Kette:
Wahrnehmen → Interpretieren → Entscheiden → Handeln.
Das Problem: Diese Kette läuft manchmal zu schnell, zu oft unreflektiert und kann Stresserleben bei Besitzer:innen auslösen.
Wenn Situationen komplex sind und Beobachtung erfordern, kann das belastend sein und kann Druck erzeugen, was vorschnelle Maßnahmen und Überforderungserleben begünstigt.
Keine gute Lösung:
Wegschauen → Aufschieben → Relativieren → zunehmende Probleme oder Verschlimmerung
Komplexe Zusammenhänge erfordern eine differenzierte Betrachtung. Manchmal ist man bereits einen langen Weg gegangen und möglicherweise hat Resignation hat die Führung übernommen.
"Wenn dein Pferd anders ist" bietet eine pferdezentrierte Orientierung und Blickrichtung – im Alltag wie im Training.
Es richtet sich an Menschen, die Pferde nicht besitzen, therapieren, ausbilden oder reiten, sondern wirklich verstehen und Pferdewohl in den Mittelpunkt stellen wollen.
Konkrete Instrumente, für ein besseres Schmerzverstehen und für mehr Wohlbefinden und pferdegerechtes Training.
Hinschauen
ist nicht der Beginn von Mehr-Tun,
sondern der Beginn
eines subjektorientierten Mindsets.

Astaco (PRE) bei der Bodenarbeit.
Blick ins Buch
128-seitiges PDF (DIN A4)
-
21 Fotos
-
16 Abbildungen
-
7 Fotos in Bewegung mit erklärenden Markierungen
-
6 Checklisten/Beobachtungsbögen
-
sowie Tabellen und umfassende Literaturdokumentation