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Wissenschaftliches Selbstverständnis

Ich verorte mich im Bereich Pferd an der Schnittstelle von Praxis, Wissenschaft und Reflexion. Wissenschaftliches Arbeiten, Praxisbegleitung und Bildungsforschung – was ich in meinem Hauptberuf mache – bedeutet für mich auch im Bereich Pferd zwischen eigener Einschätzung, empirischem Befund und belegter Aussage zu unterscheiden.

Literaturarbeit ist für mich kein rhetorisches Mittel, zur Abzusicherung von Positionen, sondern ein Korrektiv: Sie dient dazu, Aussagen zu prüfen, zu begrenzen oder zu revidieren und natürlich um zu inspirieren und um Denkprozesse anzuregen.

Bedeutet für mich: Wo Belege fehlen, wird dies kenntlich gemacht. Wo Interpretationen vorgenommen werden, bleiben sie als solche erkennbar. Diese Arbeitsweise erzeugt nicht immer schnelle Antworten, aber tendenziell tragfähige.


Wer nicht wahrnimmt, wo vereinfacht wird, erlebt wenig innere Reibung und oft ein erstaunlich stabiles Selbstvertrauen (Kruger & Dunning, 1999; Gigerenzer, 2014; Kahneman, 2011). In meiner persönlichen Wahrnehmung prägt das auch Teile des modernen Reitsports.

Foto: Nils Hartmann

Daraus ergibt sich für mich eine Arbeitsweise, die fortlaufende Prüfung voraussetzt.
– Trägt diese Aussage fachlich?
– Ist sie belegt oder lediglich plausibel?
– Wo endet mein Wissen?

Diese innere Kontrollinstanz macht meine Arbeit und meine Formulierungen manchmal vorsichtiger. 

Zitierlogik und wissenschaftlichens Arbeiten

Zitieren ist keine formale Nebensache, sondern ein zentrales Instrument wissenschaftlichen Arbeitens. Die Art und Weise, wie Literatur verwendet wird, zeigt, wie mit Wissen umgegangen wird: ob Aussagen geprüft, eingeordnet und begrenzt werden – oder ob Literatur eher zur Absicherung von Meinungen dient.

Eine formal saubere Zitierlogik macht nachvollziehbar,
– welche Aussagen empirisch belegt sind,
– welche auf vorhandener Fachliteratur beruhen,
– und wo eigene Einordnungen oder Schlussfolgerungen vorgenommen werden.

Diese Unterscheidung ist kein akademischer Selbstzweck. Wissenschaftliche Aufarbeitung trennt die Ebenen theoretischer Hintergrund, Daten, Interpretation und eigene Position. 

Historische Aphorismen

Insbesondere in den sozialen Medien, werden historische Zitate und historische Texte, auch Studien oder Fachartikel mitunter auch verkürzt, vereinfacht oder selektiv herangezogen. Eine Beobachtung, die bislang kaum systematisch untersucht ist. Sie lässt sich mit Erkenntnissen zur selektiven Informationsverarbeitung erklären (Gigerenzer & Gray, 2011).

 

Eine systematische Untersuchung zur selektiven Nutzung historischer Zitate im Reitsport liegt meines Wissens nicht vor.

Zitate „alter Meister“ werden manchmal zugeordnet, obwohl es diese klare Zuordnung in den Originalwerken gar nicht gibt. Ohne abgesicherte Zitierlogik entsteht so der Eindruck wissenschaftlicher Fundierung, obwohl eher Meinungen mit Fußnoten versehen werden. Eine solche Praxis kann Ausdruck fehlender methodischer Erfahrung im wissenschaftlichen Arbeiten sein.

Fundierung ist keine Pflichtübung oder ein Nice-to-have, sondern ein ganz neutrales Werkzeug: Es soll ermöglichen, Inhalte einzuordnen, Aussagen nachzuvollziehen und deren Tragfähigkeit für sich selbst und die Leserin/ den Leser einzuordnen.

Was historische Aphorismen leisten – und was nicht

Ich schätze viele der Gedanken, die in historischen Aphorismen und Zitaten großer Denker zum Ausdruck kommen. Sie können Haltungen beschreiben, Suchbewegungen markieren oder Werte verdichten, die auch heute noch anschlussfähig sind. Was sie ausdrücken, schätze ich sehr. Man möchte diese Sätze gern in den heutigen Kontext stellen. Was dabei jedoch oft fehlt, ist die sachliche Einordnung in ihre Zeit und das damalige Verständnis von Begriffen wie „Sanftheit“. Ich gehe damit heute anders um.

Historische Reitmeister lassen sich nicht generell oder widerspruchsfrei als ethische Kronzeugen gegen nicht pferdegerechte Praktiken in der aktuellen Reitererei nutzen. Kritik an Hyperflexion braucht biomechanische, tensegrale und bio-psychologische, welfare-basierte und medizinische  Argumente – keine nachträglich umgedeuteten Zitate (unter anderem Dyson et al. 2018; Dalla Costa et al., 2014, 2016; Ellendorff, 2011; McGreevy et al., 2018; Mellor et al.; 2017; Krueger et al., 2021).

Früher war alles besser - im Sinne von pferdegerechter?

Aussagen aus historischen Kontexten sollte man auch verorten: zeitlich, fachlich und begrifflich. Historische Aphorismen ersetzen weder Analyse noch überprüfbare Kriterien für Berücksichtigung von Schmerz, Biomechanik oder Wohlbefinden des Pferdes zur damaligen Zeit.

Ich nehme mal exemplarisch François Baucher, um den fachliche Knackpunkt zu zeigen - weil es ein bekannter Name ist und auch oft herangezogen wird. Und den kann man da sehr klar benennen, ohne polemisch zu werden. Wenn François Baucher herangezogen wird, um Hyperflexion im modernen Reitsport zu kritisieren, ist das inhaltlich widersprüchlich.

François Baucher arbeitete insbesondere in seiner frühen Phase systematisch mit Flexionen im Kopf-Hals-Bereich. Diese waren kein Randphänomen, sondern integraler Bestandteil seiner Methode. Sie dienten der gezielten Beizäumung, der Isolation einzelner Körperabschnitte und der Herstellung einer starken vertikalen Kontrolle über Maul und Genick. Ziel war die disponibilité des Pferdes, also dessen technische Verfügbarkeit für die Hilfengebung des Reiters. Diese „Unterordnung“ ist bei Baucher nicht psychologisch zu verstehen, sondern funktional-mechanisch. Gemeint ist die Unterordnung der Bewegung unter den Reiterwillen, nicht eine bewusste oder emotionale Unterwerfung des Pferdes.

Das Pferd wird dabei primär als bewegungsmechanisches System adressiert, dessen Widerstände durch gezielte technische Einwirkung aufgelöst werden sollen (Baucher, 1842/1852).

Flexion, Zerlegung der Bewegung und vertikale Kontrolle wurde bereits von Zeitgenossen kritisch gesehen. So betont Gustav Steinbrecht, dass eine isolierte Arbeit am Hals keine echte Durchlässigkeit des gesamten Körpers erzeugt, sondern den Impuls und die funktionelle Balance des Pferdes beeinträchtigen kann (Steinbrecht, 1886).

Aus heutiger Sicht ist daher entscheidend: Bauchers Ziel war nicht das, was wir heute unter pferdefreundlicher Kopf-Halsposition, hoher Dehnungshaltung (Ruzicka, 2025) oder dialogischer, positiver und funktioneller Spannungsregulation verstehen.

Viele lesen Begriffe wie „Leichtigkeit“ und „Sanftheit“ bei Baucher rückwärts mit heutigen Bedeutungen. Dadurch wirkt `der späte Baucher´ wie ein früher Vorläufer pferdefreundlicher, biomechnisch fundierter Arbeit. Das hält einer quellenkritischen Lektüre nicht stand.

Wenn Baucher heute als moralische Gegenfigur zur Hyperflexion genutzt wird, passiert eine nachträgliche Umdeutung:
– historische Technik wird mit modernen Begriffen überzogen
–„Leichtigkeit“ oder „Sanftheit“ werden ethisch gelesen, nicht methodisch
– biomechanische und welfare-relevante Kriterien bleiben in der damaligen Zeit aber außen vor.

 

So wird Hyperflexion nicht inhaltlich analysiert, sondern über den Rückgriff auf einen historischen Namen moralisch aufgeladen.

Kritik an Hyperflexion/Rollkur lässt sich heute sauber über Biomechanik, Atemwegsmechanik, Schmerzforschung, Stress- und Verhaltensindikatoren begründen (Dyson et al., 2018, 2020; McGreevy & McLean, 2010, 2018; Mellor & Beausoleil, 2015, 2017) – weniger über historische Zitate eines Reitmeisters, dessen Ausbildung selbst auf Beizäumung und ausgeprägter Hals- und Genickflexion beruhte.

Bauchers Methode ist historisch erklärbar und lehrgeschichtlich bedeutsam, kann jedoch nicht widerspruchsfrei als ethische oder biomechanische Referenz für die Kritik moderner Reitpraktiken herangezogen werden.

 

Genau hier wird sichtbar, was Zitate leisten – und was sie ohne saubere Zitierlogik nicht leisten können:
- Sie transportieren Haltung, die ich schätze, werden jedoch genutzt, um moralische Positionen zu verdichten.
- Sie erzeugen Distanz zum modernen Wettkampfreitsport – was ich für absolut legitim und nachvollziehbar halte, ohne diesen fachlich präzise einzuordnen.
- Sie erzeugen Distanz zum modernen Wettkampfreitsport, was ich absolut legitim und nachvollziehbar finde, ohne die berechtigte Kritik fachlich einzuordnen.

Die Diskussion um Referenzverschiebung im Reitsport

Ein Ansatz dabei könnte die Unterscheidung von systemischer Dynamik, normativem Wandel und epistemischer Neubewertung sein. Auch Historische Texte sind hierbei kontextgebunden und ersetzen keine empirische Analyse gegenwärtiger Praxis. Veränderungen im Reitsport lassen sich eher nicht eindimensional erklären: Zuchtentwicklungen, Bewertungsmechanismen, mediale Sichtbarkeit und Marktlogiken wirken ebenso wie neue wissenschaftliche Instrumente zur Beurteilung von Schmerz, Belastung und Wohlbefinden.

Die gegenwärtige Debatte im Reitsport kann nicht hinreichend allein als "Shifting Baseline" im Sinne von Pauly (1995) sowie dessen Erweiterung als „connective concept“ bei Alleway et al. (2023), noch allein als moralische Sensibilisierung oder Systemeskalation erklärt werden. Es geht nicht nur um „Referenzverschiebung“, nicht nur um gestiegene Sensibilität für Tierwohl und auch nicht nur um ein sich selbst verstärkendes Wettbewerbssystem.

Shifting Baselines (Pauly, 1995) und die Weiterentwicklung als Connective Concept (Alleway et al., 2023)

Beide Modelle erklären Wahrnehmungs- und Bewertungsprozesse, nicht jedoch biologische oder ökonomische Systemdynamiken. Shifting baselines adressiert Referenzrahmen, nicht jedoch Selektions- oder Marktmechanismen. Was viele im Reitsport beschreiben ist nicht nur eine Verschiebung der Wahrnehmung, sondern sondern möglicherweise eine Veränderung züchterischer Merkmalsverteilungen und eine bestimmte Marktlogik. 

Handelt es sich um einen Wahrnehmungsdrift im Sinne eines Referenzverlustes oder um eine strukturell erzeugte Dynamik aus Bewertung, Zucht und Marktlogik, die reale Veränderungen hervorbringt? Oder ist das, was wir im modernen Reitsport wahrnehmen, ein von der Ökonomie getriebenes System, in dem exaltierte Bewegungsmuster marktfähig, verkaufsrelevant und medienwirksam sind?


Wenn Käufer, Richter, Zuschauer usw. bestimmte Bewegungsmuster honorieren, verschiebt sich das Angebot. Das ist leider auch ein Marktlogik, die sich durch Selbstverstärkung stabilisiert.

Wenn wir nun Folgendes als theoretischen Rahmen annehmen:

Shifting Baselines (Pauly, 1995) zeigt, dass sich die Wahrnehmung verschieben kann, wenn Referenzmuster verloren gehen. Alleway et al. (2023) erweitern das Konzept der Baselines und zeigen, dass diese normativ und politisch sind. Politisch meint in diesem Kontext: Macht, Normsetzung und Entscheidungsrahmen. Dann könnte der Prozess im Reitsport anders aussehen:

Es verschiebt sich nicht nur die Wahrnehmung, sondern das System Reitsport produziert selbst neue Extreme. In diesem Fall wäre „Shifting Baselines” nicht die primäre Erklärung, sondern ein Verstärker. Denn im Reitsport könnten zusätzlich Rückkopplungseffekte zwischen Bewertung im Sport, Zuchtentscheidungen, Trainingspraxis und Marktmechanismen der ökonomischen Verwertbarkeit und Nachfrage wirken.

Möglich wäre also:

  • Zucht verschiebt reale Phänotypen.

  • Ästhetische Dynamiken verstärken Extremwerte.

  • Marktanreize stabilisieren diese Entwicklung.

  • Erst danach tritt möglicherweise eine Referenzverschiebung auf.

Beruhigend ist für mich, dass wir den Drift noch wahrnehmen. Denn Shifting Baseline bedeutet das Vergessen von früheren Zuständen. Die Debatte im Reitsport zeigt sicher eher als wissenbasierter Paradigmenwechsel, weniger als Referenzverlust.

Was man als Weiterentwicklung markieren kann ist eine veränderte Sensibilität für Schmerz beim Pferd, eine Verschiebung des normativen Bewertungsrahmens und eine veränderte Sicht auf funktionale versus marltlogische Bewertung von Bewegungsmustern des Pferdes.

Was sich zeigt ist eine Re-Interpretationsfrage unter neuen Messinstrumenten. Wir haben zunehmend andere Beobachtungsraster, andere Welfare-Normen und reflektiertere Bewertung historischer oder tradierter Praxis.

Aber das ist kein Shifting Baseline. Das ist ein Paradigmenwechsel in der Schmerzepistemologie.

Auch in den Bereichen Fütterung, Haltung oder reiterliche Einwirkung zeigt sich eine Erweiterung des Beobachtungsrahmens als Transformationsprozess. 

Der Annahme folgend, dass das System Reitsport dynamisch eskaliert, gleichzeitig empirisch messbare Schmerzepistemologie entsteht und eine tierethische Sensibilisierung zunimmt, dann entsteht zwangsläufig Spannung.

Diese Spannung kann wie „Referenzverlust“ wirken, ist aber strukturell eher ein Mehr-Ebenen-Wandel.

Die Auseinandersetzung mit dem Konzept des Shifting Baseline hilft, in der aktuellen Reitsportdebatte präziser zu unterscheiden. Denn nicht jede beobachtete Veränderung ist automatisch ein Referenzverlust. Und nicht jede Kritik an heutigen Praktiken ist zwangsläufig nostalgisch, normativ oder emotional motiviert.

Für die Weiterentwicklung in Richtung Pferdewohl sollte geklärt werden,

  • ob tatsächlich frühere Referenzmuster verloren gegangen sind,

  • oder ob strukturelle Dynamiken (z. B. Bewertung, Zucht, Marktlogiken) reale Veränderungen erzeugen,

  • oder ob neue wissenschaftliche Instrumente zu einer veränderten Neubewertung führen.

Diese Differenzierung reduziert zwei typische Verkürzungen:

  • die pauschale Behauptung eines „Verfalls“ durch Referenzverschiebung,

  • und wie die vorschnelle Zurückweisung von Kritik als bloße Emotionalität.

Für den Diskurs bedeutet das:
Bevor von „Baseline-Drift“ gesprochen wird, sollte geklärt werden, auf welcher Ebene argumentiert wird. Wahrnehmung, Norm, Systemstruktur oder empirische Neubewertung?

Der praktische Gewinn liegt damit weniger in einer endgültigen Antwort, sondern in einer präziseren Fragestellung.

 

Der Begriff „Referenzverschiebung“ oder "Shifting Baselines" kann auch zu einer Art Anklageinstrument werden.

Dann wird weniger analysiert, sondern eher unterstellt im Sinne von „Es wurde vergessen, wie es richtig war.“

Eine solche Argumentation erzeugt moralische Fronten, klärt aber weder biomechanische, tensegrale, noch welfare-relevante Fragen. Der Nutzen des Konzepts liegt daher nicht im Anklagen, sondern im Präzisieren.

​Das Konzept der Shifting Baselines sensibilisiert für mögliche Referenzverluste. Es ersetzt jedoch nicht die Analyse struktureller Entwicklungen im Reitsport. Die zentrale Frage bleibt daher:

Diskutieren wir eine verschobene Wahrnehmung oder eine real veränderte Praxis unter veränderten ökonomischen und züchterischen Bedingungen?

 

Literatur

Alleway, H. K., Klein, E. S., Cameron, L., Douglass, K., Govia, I., Guell, C., Lim, M., Robin, L., & Thurstan, R. H. (2023). The shifting baseline syndrome as a connective concept for more informed and just responses to global environmental change. People and Nature, 5(3), 885–896. https://doi.org/10.1002/pan3.10473.

Baucher, F. (1842). Méthode d’équitation basée sur de nouveaux principes. Paris: Chez l’auteur.

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Dalla Costa, E., Minero, M., Lebelt, D., Stucke, D., Canali, E., & Leach, M. C. (2014). Development of the Horse Grimace Scale (HGS) as a pain assessment tool in horses undergoing routine castration. PLOS ONE, 9(3), e92281. https://doi.org/10.1371/journal.pone.009228.

Dalla Costa, E., Stucke, D., Dai, F., Minero, M., Leach, M. C., & Lebelt, D. (2016). Using the Horse Grimace Scale (HGS) to assess pain associated with acute laminitis in horses. Animals, 6(8), 47. https://doi.org/10.3390/ani6080047.

Dyson, S., Berger, J., Ellis, A. D., & Mullard, J. (2018). Development of an ethogram for a pain scoring system in ridden horses and its application to determine the presence of musculoskeletal pain. Journal of Veterinary Behavior, 23, 47–57.
https://doi.org/10.1016/j.jveb.2017.10.008.

Gigerenzer, G., & Gray, J. A. (2011). Better doctors, better patients: The science of risk communication. Cambridge, MA: MIT Press.

Gigerenzer, G. (2014). Risk savvy: How to make good decisions. New York: Viking.

Kahneman, D. (2011). Thinking, fast and slow. New York: Farrar, Straus and Giroux.

Kruger, J. & Dunning, D. (1999). Unskilled and unaware of it: How difficulties in recognizing one's own incompetence lead to inflated self-assessments. Journal of Personality and Social Psychology, 77(6), 1121–1134. https://doi.org/10.1037/0022-3514.77.6.1121.

McGreevy, P., Christensen, J. W., König von Borstel, U., & McLean, A. (2018). Equitation science (2nd ed.). Hoboken: Wiley-Blackwell.

Pauly, D. (1995). Anecdotes and the shifting baseline syndrome of fisheries. Trends in Ecology & Evolution, 10(10), 430. https://doi.org/10.1016/S0169-5347(00)89171-5.

Ruzicka, S. (2025). Bewegungsmuster beim Pferd: Gesunderhaltung durch Kenntnisse der funktionellen Anatomie. Stuttgart: Müller Rüschlikon.

Steinbrecht, G. (1886). Das Gymnasium des Pferdes. Leipzig: Voigt.

Steinbrecht, G. (2004). Das Gymnasium des Pferdes (Neuaufl. 2004). Warendorf: FN-Verlag.

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