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Über mich

#GernePerDu

Mein Name ist Kirsten Guthöhrlein, Jahrgang 1974. Bereits in der Kindheit mit dem „Pferdevirus“ infiziert, ländlich mit Pferdehaltung aufgewachsen und nie davon losgekommen.

Ich arbeite mit Pferden – und ich arbeite mit Menschen.
Beides lässt sich für mich nicht trennen.

Mein fachlicher Hintergrund ist interdisziplinär. Ich habe Biologie und Sport studiert, später Sonderpädagogik mit den Schwerpunkten Lernen und Verhalten. Ich bin systemische Beraterin und Coach und arbeite wissenschaftlich in der Bildungsforschung zu Fragen der professionellen Beziehungsgestaltung in inklusiven Kontexten. In meiner Arbeit geht es darum, wie Menschen mit Unterschiedlichkeit und Komplexität umgehen – und was es braucht, um handlungsfähig zu bleiben, ohne zu vereinfachen.

Diese Perspektive prägt auch meinen Blick auf Pferde.

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Ich reite seit über vier Jahrzehnten, habe Turniere in Dressur und Hunter geritten und das Silberne Reitabzeichen in Dressur abgelegt. Der sportliche Vergleich war dabei nie mein Antrieb. Pferde, Reiten, Pferdehaltung und ein großer Wissensdurst begleiten mich seit meiner Kindheit – nicht als linearer Erfolgsweg, sondern als Lernprozess mit Hinterfragen, Reflektieren und Korrigieren.

Genau das hat mich gelehrt, wie wenig hilfreich einfache Erklärungen sind, wenn es um komplexe Zusammenhänge und fühlende Lebewesen geht.

Ein weiterer prägender Teil meiner Arbeit ist der ganzheitliche Blick auf Pferde. Ich arbeite wertschätzend, myofaszial und biotensegral und betrachte Training, Haltung, Fütterung, genetische Veranlagungen und die prägende Umwelt des Pferdes in seiner indidividuellen Situation im Zusammenhang.

 

Begriffe wie PSSM-Typ 2-Muskelkomplexerkrankung, MIM (Muskel-Integritäts-Myopathie) oder ECVM (Equine Complex Vertebral Malformation) können dabei Orientierung geben – sie ersetzen jedoch nicht das genaue Hinschauen auf die Bedürfnisse und die einflussfaktoren des einzelnen Pferdes.

Foto: Detlev Koefer

Ich habe über die Jahre viele komplexe Fälle begleitet, bei denen ein weiter, offener Blick und mein wissenschaftlich-analytischer Hintergrund geholfen haben, Zusammenhänge besser zu verstehen.

Ziel meiner Beratungsangebote und meiner Bücher ist es, Pferdebesitzer:innen fachlich und mental zu stärken, Orientierung zu geben und Handlungssicherheit zu fördern – ohne Druck, ohne Schuldzuweisungen und ohne Vereinfachung.

Meine Arbeit bewegt sich an Schnittstellen:
zwischen Wissen und Erfahrung,
zwischen Beobachtung und Interpretation,
zwischen dem, was wir messen können,
dem, was wir fühlen,
und dem, was sich erst im Verlauf zeigt.

Was mich leitet, ist Professionalität mit systemischer Haltung: Prozessdenken, Klarheit, Respekt vor lebendigen Systemen und vor dem Lernprozess von Mensch und Pferd – und die Bereitschaft, Ambivalenz auszuhalten.

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